Kinderbeistand

 

Wann werden Kinderbeistände bestellt?

Wenn das Pflegschaftsgericht über Obsorge oder Besuchsrecht entscheiden muss, ist es verpflichtet, auch zu hören, wie es dem Kind geht, was es möchte und wie es sich seine Zukunft vorstellt. Dazu kommen manchmal noch Vorladungen zur Kinder- und Jugendhilfe, zur Familiengerichtshilfe und/oder zu einer/m Gutachter*in.

Diese schwierige Zeit stellt für Kinder eine Belastung dar und hier kann der Kinderbeistand unterstützen und begleiten. Um diese Belastungen zu verringern kann das Gericht für das Kind oder die Kinder einen Kinderbeistand bestellen.

 Was ist ein Kinderbeistand?

Ein Kinderbeistand ist ein/e psychosozial geschulter Begleiter*in mit viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern. Als unabhängige und qualifizierte Vertrauensperson unterstützt er oder sie die Kinder in „stürmischen Zeiten“ für die Dauer des Gerichtsverfahrens. Der Kinderbeistand fungiert gewissermaßen als „Sprachrohr des Kindes“. Denn jedes Kind hat das Recht, dass es Richterin oder dem Richter seine Meinung frei sagen darf und sich zu diesem Zweck mit seinem Kinderbeistand treffen darf.

Was ist die Aufgabe des Kinderbeistandes?

Aufgabe des Kinderbeistands ist es, ein Vertrauensverhältnis mit dem Kind herzustellen, es über das Verfahren zu informieren und gemeinsam mit dem Kind seinen Wünschen und Interessen vor Gericht (und anderen Behörden) Gewicht und Gehör zu verschaffen. Ein Kinderbeistand ist ausschließlich parteilicher Vertreter der Interessen für das Kind und daher gegenüber Dritten zur Verschwiegenheit verpflichtet. Das heißt, der Kinderbeistand gibt die Inhalte der Gespräche mit dem Kind nur mit dessen Einverständnis weiter, solange kein übergesetzlicher Notstand vorliegt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:

JBA - Justizbetreuungsagentur

Anstalt öffentlichen Rechts

Universitätsstraße 5/7, 1070 Wien

office@jba.gv.at

www.jba.gv.at

 
     

 

Institut für Bildung und Psychologie | Mag. Claudia Pregartner